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Bionit® Fressen von tonhaltiger Erde im Tierreich

Fressen für das Immunsystem

“Pharmakophagie“ - ursprünglich nur auf Insektenarten bezogen- nennen Fachleute dieses früher oft als krankhaft abgetane Fressverhalten von Tieren, die einen plötzlichen Heißhunger auf spezielle Pflanzenarten oder auch Erde entwickeln. Die Tiere fressen nicht um satt zu werden, sondern um ihre biologische Fitness zu erhalten. Seit Pharmakophagie bei Wirbeltieren als Phänomen die Runde macht, erscheinen viele Verhaltensweisen von Tieren in einem neuen Licht. Tiere haben im Verlaufe der Evolution durch simples Ausprobieren ein wahres Arsenal von Naturarzneien entdeckt, um sich gegen Parasiten und gegen Giftstoffe in der Pflanzennahrung zu schützen. Auch das Fressen von Erde ist im Tierreich weit verbreitet. Von Elefanten in Afrika bis zu Papageien in Südamerika ist bekannt, dass sie tonhaltigen Lehm aufnehmen, um ihre Nahrung besser verdauen zu können.
(Siehe auch „Heilkräuter im Vogelnest“, Der Spiegel 18/2002, S. 180 und 182).

 

 

Freilaufende Hausschweine bei ihrem täglichen Bentonit-Fressen in einer Grube auf Kimolos (Kykladen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während Wildtiere in der Natur ihre eigenen Quellen zur vorbeugenden und heilenden Selbstmedikation gefunden haben, bieten wir mit dem Futterzusatzstoff BIONIT® E558 unseren Nutztieren einen naturidentischen Schutz für ihr Immunsystem an, der ihnen in der heutigen Intensivtierhaltung auf natürlichem Wege nicht mehr zur Verfügung steht.

 

Malariaprophylaxe aus der Natur

Schimpansen fressen Erde zum Schutz vor dem Wechselfieber

Auch Schimpansen verstehen sich auf Naturmedizin: Sie fressen Erde und schützen sich damit vor Krankheiten wie Malaria. Denn bestimmte Pflanzenteile entfalten genau dann besondere Wirkung gegen die Krankheit, wenn die Schimpansen sie mitsamt der Erde zerkauen und verdauen. Das haben französische Forscher vom naturhistorischen Museum in Paris herausgefunden. Die Beobachtung, dass Schimpansen Erde fressen, ist demzufolge keine Verhaltensstörung, sondern ein zielgerichtetes Handeln, um gesund zu bleiben. Medizinmänner in der derselben Region von Uganda nutzen die gleiche Erde, um Durchfallerkrankungen zu kurieren, schreiben die Forscher.

Die Forscher beobachteten, wie Schimpansen im Kibale-Nationalpark von Uganda vor und auch nach einer Pflanzenmahlzeit Erde zu sich nahmen. Von den gefressenen Blättern der Pflanze aus der Familie der Mahagonigewächse Trichilia rubescens ist eine malariahemmende Eigenschaft bekannt. Die Forscher wollten nun herausfinden, wie Erde dies beeinflusst. Dazu nahmen sie verschiedene Erd- und Blattproben. Sie simulierten den Kau- und Verdauungsvorgang, indem sie die Proben entsprechend zerkleinerten und mit chemischen Mitteln versetzten.

Nach Einwirkungszeiten von rund anderthalb Stunden untersuchten die Forscher die Proben auf ihr malariahemmendes Potenzial. Blätter ohne Zumischung von Erde zeigten im Versuch nur eine geringe Wirkung gegen den Malariaerreger Plasmodium falciparum. Die verdaute Mischung aus Blättern und Erde konnte den Malariaerreger sehr viel besser zurückdrängen. Das Fressen von Erde, im Fachjargon Geophagie genannt, habe demnach deutliche gesundheitliche Vorteile, urteilen die Forscher.

In industrialisierten Gesellschaften betrachten Menschen den Genuss von Erde als unhygienisch. Doch Medizinmänner in Uganda tun es den Schimpansen gleich: Sie verwenden die gleiche Erde, um Durchfallerkrankungen zu heilen. Die Bodenproben waren reich an tonhaltigem Kaolinit, stellten die Forscher fest. Diese Substanz wird auch hierzulande zur Therapie von Diarrhö eingesetzt.


Quelle:
Sabrina Krief (naturhistorisches Museum, Paris) et al.: Naturwissenschaften, doi: 10.1007/s00114-007-0333-0

ddp/wissenschaft.de – Martin Schäfer, 11.01.2008

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