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Gewinnung der bayerischen Bentonite

Die Bentonitförderung im Raum Moosburg, Mainburg und Landshut begann Anfang des 20.Jahrhunderts, also nur wenige Jahre nachdem der Bentonit in den Vereinigten Staaten erstmals entdeckt wurde. Vor allem als Farberde und etwas später als Bleicherde kam der gelblich aussehende Ton auf den Markt. Mehr als ein halbes Jahrhundert dauerte es jedoch, bis sich die Bentonitförderung zum heutigen Stand entwickelte. Während der Bentonit zu Beginn teilweise sehr mühsam im Untertagebau gewonnen wurde, wird er heutzutage ausschließlich im Tagebau gefördert. Im Dreieck Mainburg - Moosburg - Landshut findet man heute zwischen 7 und 10 Tagebaubetriebe, die einem ständigen Wechsel unterzogen sind.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Bentonitgewinnung ist die Durchführung von Suchbohrungen, um den in sandig-tonig-mergeligen Sedimenten meist linsenförmig eingelagerten Bentonit zu finden.

 

Zyklus einer Bentonitgrube im Tagebau

 

 

Für die bayerischen Bentonitlagerstätten sind Bohrungen bis zu 50 m Tiefe ausreichend, da tiefer liegende Bentonitschichten bis jetzt nicht festgestellt wurden.

 

Die Bohrkerne geben Aufschluss über die mineralische Zusammensetzung und damit die Bentonitqualität.

Durch den Einsatz von Großraumgeräten wie Schürfkübelraupen, kippgelenkten Dumpern, Baggern, Muldenkippern und Planierraupen ist es heute wirtschaftlich möglich, Abraummächtigkeiten bis 40 m zu entfernen und den Bentonit mit Kleinbaggern sehr selektiv zu fördern.

 

 

Rohtongewinnung im Tagebau

 

Der Transport des Bentonits aus den Gruben erfolgt ausschließlich mit LKWs direkt zu den bentonitverarbeitenden Werken in Moosburg und Kelheim.

Großen Wert legt die Süd-Chemie schon seit jeher auf die ökologische Rekultivierung ehemaliger Tagebaubetriebe. Stehen Gruben mit wertvollen ökologischen Beständen zur Rekultivierung an, versuchen die Experten des Bergbaus in Absprache mit den Eigentümern und Behörden, dieses Ökosystem in die Rekultivierungsmaßnahmen einzubinden.

So entstehen häufig landwirtschaftlich genutzte Flächen mit herausragenden Ökoflächen, Biotope mit Weihern und Hecken.

 

Hier wurde einmal abgebaut


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